Das System arbeitet mit 5 Lern-Stufen pro Pflanze: von „noch nie gesehen" über „Neuling", „Erfahren" und „Pro" bis hin zu „Gelernt". Je nach Stufe wird eine passende Prüfungsform gewählt: Zuerst eine Bildauswahl (Multiple Choice), dann ein Puzzle aus Namensbestandteilen, und schließlich die freie Texteingabe des wissenschaftlichen Namens.
Pflanzen, die du zuletzt falsch beantwortet hast, werden häufiger eingeblendet. Gut bekannte Arten rücken in den Hintergrund, bis sie den Status „Gelernt" erreichen und ins Archiv wandern.
Eine Pflanze gilt als gelernt, wenn du ihren vollständigen deutschen oder wissenschaftlichen Namen – je nach Einstellung auch mit Familienname – ohne Nutzung der Puzzle-Hilfen korrekt eingegeben hast. Je nach Einstellung ist das nach einer oder zwei erfolgreichen Eingaben der Fall.
Du erkennst einen Lernerfolg an der Meldung „Lernerfolg" in der Punkte-Anzeige während des Spiels. Am Ende der Runde werden alle in dieser Runde abgeschlossenen Arten namentlich erwähnt.
Das passiert, wenn eine Pflanze zwar gut bekannt ist (Stufe „Pro"), aber der letzte Schritt zum Abschluss noch fehlt: die korrekte Freitext-Eingabe inklusive Familienname, ohne Nutzung der Puzzle-Hilfen. Gib beim nächsten Mal zusätzlich die Familie ein – z. B. „Bromus erectus Poaceae".
Alternativ kannst du in deinem Profil unter Einstellungen die Option deaktivieren, dass der Familienname für den Lernfortschritt erforderlich ist.
Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad lernst du zwischen 30 und 60 Pflanzen gleichzeitig. Die genaue Anzahl wird dir in der Schwierigkeitsgrad-Beschreibung in der Übersicht angezeigt. Sobald eine Art als „gelernt" archiviert wird, rückt automatisch eine neue nach.
Im traditionellen Modus durchläuft jede Pflanze alle Prüfungsformen der Reihe nach: zuerst das Bildauswahl-Quiz, dann das Puzzle, und schließlich die freie Texteingabe. Je besser du eine Art kennst, desto anspruchsvoller wird die Prüfung – das System passt sich automatisch an deinen Lernfortschritt an.
Dafür gibt es in der neuen Version einen Vergleichseditor. Damit lassen sich Arten direkt nebeneinander betrachten, ohne dass du mit Screenshots arbeiten musst.
Wenn du die neue Version schon testen möchtest, findest du sie aktuell unter pflanzenlernen.de/b.
Erweiterte Trainingsmodi wie Kapitel- oder Lebensraum-Modi stehen nur für größere Listen zur Verfügung. Eine Liste muss dafür in der Regel mindestens 100 Arten enthalten.
Bei kleineren Listen oder Juniorlisten werden deshalb nur die grundlegenden Modi angezeigt, und die erweiterten Einstellungen sind dort nicht verfügbar.
Bei der Puzzle-Eingabe ist die Reihenfolge entscheidend. Im wissenschaftlichen Modus muss die Eingabe in der Form Gattung Artname Familie erfolgen.
Außerdem wertet das System die Eingabe als falsch, wenn zu viele Teile eingegeben werden oder Inhalte doppelt vorkommen. Gib deshalb entweder den deutschen Namen oder den wissenschaftlichen Namen ein – nicht beides gleichzeitig.
Der Freitext-Modus – also die vollständige Eingabe von wissenschaftlichem Namen und Familie – entspricht den Anforderungen der BANU-Zertifikatsprüfungen. Wer sich gezielt auf diese Prüfungen vorbereitet, sollte diesen Modus aktiv nutzen und die Option „Familienname erforderlich" aktiviert lassen.
Ja. Klicke dazu auf Einstellungen bzw. im Hauptmenü auf „Mein Account", dann auf den Reiter „Fortschritt" und anschließend auf „Lernfortschritt exportieren" bzw. „importieren".
Wichtig: Es werden ausschließlich die gelernten Arten exportiert – keine Profileinstellungen, Streak-Daten oder sonstigen Informationen. Diese musst du nach einem Import manuell neu vornehmen.
Am Ende eines Spiels erhältst Du Basispunkte, die sich aus der Anzahl der richtig erkannten Pflanzen und der gewählten Schwierigkeitsstufe ergeben. Wer regelmäßig spielt, wird zusätzlich mit Bonuspunkten belohnt:
Beispiel: Du hast heute 6 Spiele absolviert und bist seit 5 Tagen täglich dabei. Du bekommst +2 Punkte Tages-Bonus und +5 Punkte Streak-Bonus, also insgesamt +7 Bonuspunkte auf deine Basispunkte.
Die so ermittelte gewertete Punktzahl fließt in die Highscore-Rangliste ein – ältere Einträge ohne Boni bleiben dabei vollständig erhalten und werden rückwärtskompatibel behandelt.
Wann wird der Bonus auf der Ergebnisseite angezeigt?
Die Bonus-Anzeige erscheint nur, wenn du eingeloggt (Streaks werden serverseitig verwaltet) bist und tatsächlich ein Bonus berechnet wurde –
also deine gewertete Punktzahl über deinen Basispunkten liegt. In diesem Fall siehst du drei Kacheln:
Basis · + Bonus · = Gesamt. Bist du nicht eingeloggt oder gibt es keinen Bonus, wird nur eine einzelne Kachel mit den Basispunkten gezeigt.
Ein Streak zählt, wie viele Tage du in Folge mindestens ein Spiel gespielt hast. Ab dem 2. Tag erhältst du Bonuspunkte in Höhe deiner aktuellen Streak-Länge – also 2 Punkte am 2. Tag, 3 am 3. Tag usw. Das Maximum liegt bei +90 Punkten ab einem 90-Tage-Streak, ein starker Anreiz für tägliches Training.
Wer an einem einzigen Tag besonders viel spielt, wird zusätzlich mit einem Tages-Bonus belohnt: ab 3 Spielen gibt es +1 Punkt, ab 10 Spielen sogar +3 Punkte.
Die Streak-Übersicht erscheint nach jedem Spiel direkt auf der Ergebnisseite. Dort siehst du deinen aktuellen Streak und wie viele Spiele du heute schon absolviert hast.
Damit ein Highscore-Eintrag gespeichert wird, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
Sind alle Bedingungen erfüllt und der Eintrag erscheint trotzdem nicht, melde dich gerne über die Feedback-Funktion.
Eine Registrierung speichert deine Profildaten serverseitig – dein Lernfortschritt ist damit geräteübergreifend verfügbar und geht nicht verloren, wenn du den Browser-Cache leerst. Außerdem nimmst du an Streaks teil und kannst erweiterte Funktionen der Seite nutzen, wie z. B. die Mitmach-Funktionen für Korrekturen und Ergänzungen.
Wer das nicht benötigt, kann alle wichtigen Lernfunktionen auch ohne Registrierung vollständig nutzen.
Planta Go Lingo ist ein ehrenamtliches Hobby-Projekt, das aus einer spielerischen Idee zur Vorbereitung auf eine Feldbotanik-Prüfung entstanden ist. Daraus hat sich schrittweise eine umfangreiche Lernplattform entwickelt, die Artenwissen strukturiert, planbar und mit Freude vermitteln soll.
Die Plattform wurde 2020 ins Leben gerufen und ist seit Anfang 2022 unter pflanzenlernen.de erreichbar. Weitere Hintergrundinformationen zum Projekt findest du auf Über das Projekt.
Planta Go Lingo wird vor allem von Studierenden genutzt, die sich in die Botanik einarbeiten und sich auf ihre ersten Feldbotanik-Zertifikate vorbereiten. Daneben greifen auch viele Nutzer:innen aus Naturschutzvereinen und Planungsbüros regelmäßig auf die Lernsoftware zurück, um ihr Artenwissen aktuell zu halten oder gezielt zu vertiefen.
Besonders motivierte Nutzer:innen trainieren sogar mit der vollständigen BANU-Liste von rund 850 Arten. Damit bedient Planta Go Lingo sowohl Einsteiger:innen als auch fortgeschrittene Artenkenner:innen.
Planta Go Lingo wird inzwischen von einem nicht zu kleinen Teil der Menschen, die Botanik lernen, unterstützend verwendet – sowohl in der Prüfungsvorbereitung als auch beim begleitenden Lernen im Studium, in Kursen und im Selbststudium.
Es gibt grundsätzlich zwei Wege, das Projekt zu unterstützen: durch Spenden und durch aktive Mitarbeit. Da Wartung und Weiterentwicklung vollständig spendenfinanziert sind, helfen finanzielle Beiträge direkt beim Betrieb und Ausbau der Plattform.
Wer Zeit und Fachwissen einbringen möchte, kann außerdem bei der Moderation und Aufbereitung von Inhalten mithelfen, etwa bei der Foto- und Datenkontrolle oder bei der Recherche von Bestimmungsmerkmalen. Einen Überblick findest du auf Über das Projekt sowie unter Mitmachen.
Die Taxonomie auf der Plattform basiert auf der Florenliste Deutschland in Kombination mit der Taxonomie von GBIF.org. Wenn sich beide Quellen widersprechen, hat die Florenliste Deutschland Vorrang.
Wenn du Änderungen oder Korrekturen zur Taxonomie anregst, nenne bitte möglichst immer auch die zugrunde liegende Quelle. Das erleichtert die Prüfung und die konsistente Pflege der Datensätze.
Die Plattform richtet sich an ein breites Publikum – vom Einsteiger bis zur erfahrenen Naturkundlerin – und entwickelt sich stetig weiter.
Es ist als Einzelperson unmöglich, alle Datensätze im Überblick zu behalten. Wenn Du Lust hast, die Inhalte mitzugestalten, nutze die Editoren-Funktion direkt im Pflanzenprofil oder melde dich – auf Wunsch schalte ich Dir einen Kurator:innen-Account frei, mit dem du noch mehr Möglichkeiten bei der Datensatzpflege hast. Deine Änderungen werden gesehen und namentlich gekennzeichnet!
Wenn du problematische oder unpassende Fotos entdeckst, kannst du sie direkt melden oder – nach Freischaltung – selbst im Foto-Editor bearbeiten. Dort lassen sich Bilder auswählen und über das Papierkorb-Symbol zum Löschen markieren.
Änderungen werden erst nach dem Vier-Augen-Prinzip wirksam. Alternativ helfen auch ein Screenshot oder eine Meldung direkt aus dem Training heraus, zum Beispiel über den roten Käfer am Foto.
Wenn du fachlich mitarbeiten möchtest, kannst du dich melden und für eine passende Rolle freischalten lassen. In der neuen Version gibt es zusätzlich Editor:innen, die eigene Listen erstellen dürfen und nach Selbstauskunft mit Vorerfahrung auch Fotos bearbeiten und taggen können.
Kurator:innen haben weitergehende Rechte als Editor:innen. Ihre eingepflegten Fotos haben Vorrang, und perspektivisch können sie auch Änderungen von Editor:innen im Vier-Augen-Prinzip freischalten. Editor:innen liegen rechtemäßig zwischen Nutzenden und Kurator:innen und haben zum Beispiel keinen Zugriff auf das eigentlich Backend der Plattform.
Für einige häufig gewünschte Funktionen läuft über das Jahr verteilt jeweils eine Crowd-Funding-Kampagne, mit der versucht wird, neue Funktionen vorzufinanzieren. Vorhaben werden finanziell über den Spendenträger Open-Collective abgewickelt. Wenn du eine Funktion besonders gerne hättest, kannst du dich gerne mit einer Notiz hierzu spenden.
Ja, grundsätzlich ist das System darauf ausgelegt, auch weitere Artengruppen abzubilden – entsprechende technische Grundlagen gibt es bereits. Vorstellbar sind vor allem visuell-bestimmbare Gruppen wie Tagfalter, Libellen o.Ä.
Da es sich um ein Ein-Personen-Projekt handelt, sind Zeit und Kapazitäten aktuell vollständig durch Planta Go Lingo gebunden. Wenn Du oder Deine Institution Interesse habt, das System für eine andere Artengruppe zu nutzen oder weiterzuentwickeln, ist das möglich – insbesondere in einem universitären Umfeld oder bei nicht-kommerziellen Vorhaben. Ich unterstütze gerne bei der Einführung.
Die Nutzung des Listeneditor ist erlaubt, solange die erstellten Listen nicht ausschließlich für rein private, individuelle Lernzwecke gedacht sind, sondern einer Gruppe, einem Team oder einer Klasse zur Verfügung gestellt werden.
Ziel der Funktion ist die autonome Gestaltung von Lernlisten für Bildungseinrichtungen und vergleichbare Lernkontexte. Bei gewerblicher Nutzung ist eine Spende an das Projekt erwünscht. Informationen dazu findest du auf der Seite Spenden.
Ja, das ist prinzipiell möglich – insbesondere für nicht-kommerzielle Projekte wie Naturschutzvereine oder Bildungsinitiativen. Auch ein angepasstes Design (z. B. mit eigenem Logo oder Farben) ist im gewissen Rahmen umsetzbar. Da eine eigenständige Instanz Betreuung, Wartung und ggf. Weiterentwicklung erfordert, ist hierfür eine institutionelle Trägerschaft notwendig. Der Aufwand wird entsprechend in Rechnung gestellt.